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Lara Florence Wolff

Ich hatte die schöne Gelegenheit mit der sehr talentierten Lara ein sehr nettes Interview zu führen. Was hoffentlich bald fortgesetzt werden kann. Lest wie Lara zu Lacrimosa kam und auch wie man durch Lacrimosa Freunde verschrecken kann.

Kannst du uns etwas über dich erzählen? Wer ist Lara : ) ?

Das schöne an den 20ern ist ja, dass das noch gar nicht so in Stein gemeisselt ist, nicht wahr? Dass es immer noch so viel über sich selbst zu lernen und entdecken gibt. Wenn ich aber doch ein paar Dinge aufzähle, die mich ausmachen.. Die Musik, die Liebe zum Singen in jeglicher Form (klassisch im Studium, auf der Bühne mit Bands..), die Verbindung zur Familie, Lebendigkeit und grosse Emotion, die Freude daran, Menschen kennenzulernen und zu erleben.

 Wir "kennen" dich schon seit "Feuer" hast du auch schon in anderen Lacrimosa Werken mitgewirkt?

Nein, nur bei Feuer…und das war auch das erste Mal für mich im Tonstudio mit Mikrofon und allem drum und dran! Highlight!

Hörst du privat auch Lacrimosa ?

Ja, sicher! Wir hatten zuhause ja schon immer die Lacrimosa Alben - und spätestens nach „Feuer“ hab ich mich auch aktiver damit auseinandergesetzt Inzwischen ist Lacrimosa sowiso fester Bestandteil meiner monatlichen Playlists!


Wie sehr unterscheidet sich "Onkel Tilo" und Tilo als Musiker?

Mhhh, ich kann das so gar nicht trennen. Tilo war für mich nie „nur“ Musiker oder „nur“ Onkel. Ich denke, dass Tilo mit seiner Musik, die ja von dieser tiefen, authentischen Emotion lebt, genau das zum Ausdruck bringt, was er als Mensch, und damit als Onkel, in seinem Wesen trägt. Und umgekehrt ist er auch im Family-Setting Künstler und Musiker durch und durch


Wie kam es das du Lacrimosa auf der Europa/Deutschland Tour begleitet hast, wie nervös bzw. wieviel Angst hattest du?

Als feststand, dass Anne nicht dabei sein kann, haben die beiden mich angefragt, ob ich nicht einspringen wollte. Ich hab sofort zugesagt. Das war zwei Wochen vor der ersten Show, da hiess es dann, Texte lernen! Unabhängig davon hatten wir zuvor viel gesprochen, über unsere jeweiligen Projekte, Interessen und Pläne…daher wussten wir wohl, dass wir uns musikalisch verstehen könnten.

Ich konnte dich in Berlin sehen (sehr gut), aber hattest du eine Lieblingsstadt bzw. Location?

Wie schön dass du da warst - schade, dass wir uns nicht kennengelernt haben! Obwohl jedes Konzert auf seine ganz eigene Art etwas Besonderes bei mir hinterlassen hat, ist mir Leipzig besonders in Erinnerung geblieben, in diesem wunderschönen Felsenkeller, die vielen Leute die da waren, den schönen Abend, den wir danach hatten… Die Nervosität, war nach der ersten Show in Hamburg auch nicht mehr so gross.

Du wurdest extrem warm von den Lacrimosa Fans in "die Familie" aufgenommen, hättest du das erwartet?

Ich sag’s mal so: Ich wurde auf alles vorbereitet und war auf alles gefasst. Ich hatte mir vorgestellt, dass mir mehr Kritik, vielleicht Ablehnung entgegengebracht wird, die ich den Umständen entsprechend durchaus hätte nachvollziehen können. Was mich stattdessen erwartet hat, diese Wärme, Liebe, mutmachende Worte, ein solches Willkommen heissen - das hat mich zutiefst berührt.

Warum warst du nicht in China auf der Bühne mit dabei?

Ich konnte der Uni und einigen eigenen Projekten nicht fernbleiben…leider!

Werden wir dich wieder auf der Bühne sehen können? Sei es mit Lacrimosa, anderen Projekten oder sogar als Solokünstlerin. Gibt es schon Pläne?

Ich bin und werde ganz sicher auch in Zukunft weiter am Musikmachen sein, in welcher Form auch immer. Momentan bin ich im Rahmen des Studiums sehr eingebunden, was danach kommt…mal sehen wohin es mich treibt. Was die Zusammenarbeit mit Lacrimosa betrifft, überlasse ich jegliche Entscheidung und Kommunikation Tilo und Anne.

Du hast sicher gesehen wie emotional die Fans in Mexiko, als Tilo die so lang erwartete Orchester Show bekannt gegeben hat, reagiert haben, wie sehr ging dir das zu Herzen?

Jaaaa, und die Shows waren ja in Rekordtempo ausverkauft! Ich freue mich natürlich sehr, dass in Mexiko eine so grosse Community ein Projekt dieser Art und Grösse möglich macht - und freue mich für alle, die daran teilhaben können! Auch dann im Herbst, in Berlin. Das werden bestimmt ganz besondere Erlebnisse!

Kannst du eine nette Anekdote mit uns teilen?

Da kommt mir direkt eine Szene aus dem Kinderzimmer in Erinnerung. Nach meinem Mitwirken in „Feuer“, hatte mir Tilo meine eigene CD von „Sehnsucht“ geschenkt, die ich in meinem CD-Player rauf und runter hab laufen lassen. So auch eines verhängnisvollen Nachmittags, an dem ich eine Schulfreundin zu Besuch hatte, der ich das alles stolz gezeigt und vorgespielt hatte… Diese Freundin ist nie wieder zu mir nach Hause gekommen, nachdem sie wohl eine Nacht lang in Albträumen lag. Und ich hab’ einen ordentlichen Einlauf bekommen von ihrer Mutter. Sie war wohl erschreckt von der düsteren Ästhetik der Musik und Coverart… die für mich ja normal waren.

Was sind die Pläne für das Jahr 2026, hast du dir gute Vorsätze gemacht?

Ich bin ja kein grosser Fan von Jahresvorsätzen, ich denke, wenn ich etwas tun oder ändern will, dann sofort. Aber so ein Jahresmotto hab ich schon: Dinge einfach tun. Mutig vorangehen, Fehler machen, keine Angst haben vor dem Scheitern. Wegkommen von einem Perfektionismus, der lähmt.

Und hast du evtl. ein unveröffentlichtes Backstagefoto für uns?

Das war in Jena, vor der Show.


Das Interview wurde von Michael geführt. Vielen Dank an Lara, dass sie sich trotz der ganzen Arbeit die Zeit genommen hat.

24.03.2026