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Flo V. Schwarz

Ich hatte das Vergnügen ein sehr nettes Video-Interview mit dem super sympathischen Flo V. Schwarz führen zu dürfen. Flo kennen sicher viele als Leader der Band Pyogenesis aber er ist auch für Hamburg Records zuständig.

Kleine Anmerkung, das Interview wurde am 14. Mai um 11 Uhr Deutsche Zeit geführt. Da ich in Mexiko bin, war es 3 Uhr morgens für mich. Es war mein erstes Video-Interview... ich bin dementsprechend sehr nervös gewesen.

Interview mit Flo V. Schwarz als Video / auf Deutsch / Youtube




Ich bin jetzt in Mexiko Stadt - Ich habe gesehen dass du mit deiner Band schon in Mexiko gespielt hast. Und im September spielt ihr auf einem Festival in Leon Guanajuato. Hast du auch schon in Mexiko-Stadt gespielt, ich glaube ja, oder?

Ja 

War es im Circo Volador?

Nein, das war Andy Bridges, das ist ein bisschen außerhalb. Ich glaube das gibt's nicht mehr. Ich habe mal danach gegoogelt. (Anmerkung: Andy Bridges ist in Naucalpan)

Es ist schon etwas länger her, oder?

1995 war das.

Es war das erste und letzte Mal in Mexiko, oder?

Genau

Du bist der Bandleader der Band Pyogenesis und auch für Hamburg Records zuständig, wir sieht für dich ein normaler Arbeitstag aus, wenn du die beiden Jobs machst?

So einen normalen Arbeitstag gibt's gar nicht, ich bin auf der einen Seite, wie du schon gesagt hast, Musiker auf der anderen Seite bin ich Inhaber der Firma Hamburg Records, mach da Management, Verlag und Booking das sind relativ unterschiedliche Aufgabentätigkeiten. Ich produziere aber auch noch andere Bands im Studio und schreib für andere Bands Songs. Also, einen normalen Arbeitstag gibt's nicht weil jeder Arbeitstag irgendwie anders ist. Und das Feld, in dem ich arbeite, oder die Felder, in denen ich arbeite, sind so unterschiedlich, dass man das nicht auf dem durchschnittlichen Tag runterbrechen kann.

Du arbeitest wahrscheinlich die ganze Woche, oder?

Ja, und ich arbeite auch am Wochenende.

Mit deiner Band Pyogenesis machst du schon seit 91 Musik, und diese Band ist Mitbegründer vom Gothic Metal, kann man auf diese 34 Jahre stolz sein, oder bist du stolz das du schon 34 Jahre mit der Band Musik machst und wie feierst du die 35 Jahre mit der Band?

Ich bin stolz darauf, dass - ich bin nicht stolz darauf, also wie du das formuliert hast auf die Band. Sondern ich bin stolz darauf dass ich es geschafft habe 34 Jahre lang meine Leidenschaft für etwas aufrecht zu erhalten und es mir gelungen ist, dass mir das bis heute so viel bedeutet. Es ist ein ganz wichtiger Teil meines Lebens, und ja es fühlt sich gut an, das gemacht zu haben und immer noch zu mache und immer noch am Ball zu sein. dabei geht's nicht vorrangig um den Erfolg, sondern das ist eine wundervolle Beschäftigung und ja, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen

Gibt es schon einen Plan für die 35 Jahre?

Nein

Wie bist du zur Musik gekommen?

Ich habe früh Musik gehört (Klingelunterbrechung) ich habe früh angefangen mich für Musik zu interessieren also Musik zu hören und mochte Depeche Mode sehr gerne in der 80ern wollte dann selbst Bass spielen, weil mir der Bass bei Depeche Mode so gut gefallen hat. Ich wusste nicht dass der Bass bei Depache Mode mit dem Keyboard gespielt wird und gar nicht mit der Bassgitarre. Aber so bin ich zu Saiteninstrumenten gekommen dann auch relativ schnell beim Heavy Metal gelandet
und das hat mich geprägt und ich habe viel viel Zeit damit verbracht. Nach dem Bass schnell auch E-Gitarre. Ein Jahr nachdem ich Bass angefangen habe, habe ich E-Gitarre gelernt, und kurze Zeit später in Bands gespielt.

Was es in der Schulzeit, oder nach der Schule?

Schulzeit.

Du kommst dieses Jahr nach Mexiko zum Festival. Du hast aber auch schon in anderen Ländern gespielt, z.B. Russland, Europa und auch wie schon gesagt einmal in Mexiko. Es gab dieses Festival in Rumänien mit sehr sehr vielen Menschen und auch Shows in Russland mit 25000 Menschen, kannst du wenn diese Shows spielst und dort bist, die Kulturen aufnehmen oder auch sehen, dass es verschiedene Kulturen sind oder ist es dann live egal?

Ich versuche mir immer die Zeit zu nehmen. Also wenn es eine Tour am Stück ist und wir mehrere Tage am Stück jeweils in unterschiedlichen Ländern sind, in Südosteuropa passiert das öfter. Dann habe ich nicht die Gelegenheit viel zu sehen. Dann gucke ich, dass ich tagsüber mal in die Stadt komme. Aber ich kann nicht so richtig Kultur schnuppern. Wenn wir wie im Falle von Mexiko jetzt für eine Show dahinfliegen, da habe ich mir für eine Woche länger Zeit genommen und komm eine Woche früher, um mir ein bisschen was anzugucken und wie haben ja über all die Jahre auch Freunde in den einzelnen Ländern gefunden, mit denen wir uns treffen und die uns rumführen, die auch aufgrund dessen, dass sie ja unsere Musik mögen, ein Verständnis dafür haben, wie wir Westeuropäer denken. Also beispielsweise in Russland fand ich das ganz interessant, dass ich dort vermittelt bekommen habe von unseren Freunden, von unseren Fans, die zu Freunden wurden, mit denen wir uns da regelmäßig getroffen haben, dass sie das Verständnis dafür haben wie wir ticken und uns die Probleme, die es gibt, anders erklären können, als wir es beispielsweise in den Medien lange Zeit berichtet bekommen haben. Viele Länder teilen ja auch eine gemeinsame Kultur mit Deutschland oder also gerade Russland z.B. Katharina die Große war eine deutsche Prinzessin, die ganz viele Deutsche mit nach Russland genommen hat, um das Land dort zu besiedeln und urbar zu machen und Handwerker, Bauern. Also, gerade viele Königshäuser haben Zuwachs aus Deutschland bekommen, nicht zuletzt England, wobei England ist uns ja eigentlich auch sehr nahe. Mexiko übrigens auch, also jetzt keinen Deutschen, sondern einen österreichischen Kaiser.
Also, ich finde das ganz interessant, dass die einzelnen Länder zu sehen, mich dort mit der Kultur zu beschäftigen, Eindrücke vermittelt zu bekommen, die jetzt nicht unbedingt vom Reisführer, den man dort vor Ort bucht, sondern von Leuten, die dort leben. Ich war in Israel, habe dort mit dem Veranstalter in Jerusalem einen Tag verbracht. Das war einer der bedeutendsten Tage für mich in meinem Leben, weil ich dort Sachen gesehen und erzählt bekommen habe und die Bedeutung begriffen habe von dem, was ich dort gesehen habe, was mir in Deutschland so nie gelungen wäre.

Spielst du lieber auf Festivals oder in Clubs? Was macht mehr Spaß?

Beides. - In Club Shows sind nur deine Fans. Es ist viel intimer. Die Stimmung kocht ganz anders. Auf dem Festival ist das Schöne, dass du die Möglichkeit hast, Leute, die dich nicht kennen oder vielleicht sogar noch nie von dir gehört haben, keine Ahnung, zu überzeugen und zu sehen, wie die erst rumstehen und am Ende mitmachen und später siehst du sie am T-Shirtstand. 

Seit 2002 bist du für Hamburg Records zuständig, dass du auch gegründet hast. Ich habe gelesen es hatte etwas mit den Rechten der Alben zu tun, also wie kam es zu dieser Gründung?

Ja, also wie gesagt, die Rechte der ersten Alben sind an uns zurückgefallen und ich hätte die jetzt einfach lizensieren können und ein kleines Stück vom Kuchen abkriegen können. Oder ich konnte die Rechte selbst auswerten, also musste nur die Tonträger vervielfältigen, Vinyl und CD, wobei CD damals das vorherrschende Medium war. Ich musste das nur verfügbar machen. Ich musste kein Marketing, keine Promotion, weil für einen Re-Release gibt's sowas nicht. Und das habe ich dann gemacht. Und da muss ich dann mit niemand teilen. Also die Plattenfirma nimmt ja den Löwenanteil der Einnahmen und gibt dem Künstler einen kleinen Anteil und nachdem ich die Möglichkeit hatte, das selbst auszuwerten, habe ich das dann auch gemacht und daraus ist dann Hamburg Records entstanden und es sind immer weitere Bereiche dazugekommen wie Management, Merchandising, Booking, Verlag und so weiter.

Mittlerweile arbeitet Hamburg Records, also du abreitest mit vielen Bands zusammen. Wie kommt es normalerweise zu so einem Business, zu einer Zusammenarbeit, kommt die Band zu dir oder sucht Hamburg Records Bands? Wie funktioniert das?

Beides. Also Lord of the Lost z.B. die habe ich gefragt. Also der Chris Harms hat mal 2017 ein Video von Pyogenesis auf Facebook geteilt mit irgendwelchen wohlwollenden Worten. Ich kannte Lord of the Lost und Chris Harms gar nicht. Und dann habe ich ihn angehauen ob wir irgendwie zusammenarbeiten wollen und ja, daraus ist dann eine Zusammenarbeit entstanden. Bei Lacrimosa beispielsweise war es so, dass die mich angehauen haben, die haben wiederum Chris Harms gefragt, mit wem arbeitet er im Merchandise, weil es bei denen ja gut zu funktionieren scheint und ob er da ein Kontakt hätte. Und so kam Lacrimosa dann zu uns.
Witzigerweise kannten Tilo und ich uns schon aus den 90ern. Und als wir den ersten Video Call hatten, so wie wir beide jetzt, da hat er ganz verwundert geguckt, warum ich da jetzt sitz, weil er nicht wusste, dass Flo von Pyogenesis auch Flo von Hamburg Records ist. 

Ich dachte zuerst es ist die Kombination Hamburg, Hamburg Records, du bist jetzt auch in Hamburg, Lord of the Lost auch Hamburg, Tilo ist auch oft in Hamburg, es ist wohl seine Lieblingsstadt , Hamburg ist wohl eine gute Adresse.

Ich komme ja ursprünglich aus Stuttgart.

Dir gefällt aber Hamburg oder ?

Ja, also Hamburg hat viel mehr zu bieten musikalisch als Stuttgart. Stuttgart war sehr eindimensional im Hiphop. Dance Musik und Gitarrenmusik, da gabs drei Bands. Und da bin ich nach Hamburg gezogen, habe hier Hamburg Records gegründet und habe jetzt hier meinen Lebensmittelpunkt.

Hamburg Records hat viele Sachen: Merchandise, Booking und viele viele Sachen und auch viele Band Onlineshops. Wer ist für das Merchandise verantwortlich? Also wer hat z.B. die Ideen für das Design oder welche Art von Merchandise verkauft wird. Lord of the Lost hat zum Beispiel Kondome. Wer hat diese Ideen? Kommt das von der Firma, den Künstlern oder arbeitet man da zusammen?

Beides. Also, die Band hat Ideen, wie haben Ideen. Wie setzten uns zusammen. Also, Chris von Lord of the Lost ist zweimal die Woche bei uns im Büro und da macht er entweder irgendwelche Videos für Social Media, um Merchandise anzupreisen oder kommt um irgendwas zu unterschreiben oder zum Meeting. Also, es gibt einen sehr regen Austausch, das finden wir auch sehr wichtig und so funktioniert es auch, wenn jeder seine Ideen mit reinschmeißt. Viele Merchandise Artikel sind auch gar nicht so, wo man denkt das ist ein Merchandise Artikel, aber wenn man eine witzige Idee hat oder das Produkt mit einer witzigen Idee oder einer Story verbinden kann, und das auf einmal Hand und Fuß bekommt, dann ist das eine gute Sache und niemand ist gezwungen das Zeug zu kaufen. Aber wenn das eine runde Sache ist, dann wollen die Leute das haben und wir schaffen denen den Markt dafür. Es klingt jetzt sehr technisch aber letzten Endes ist es, also wir bekommen bei Hamburg Records Fresskörbe von Fans geschickt, Pakete mit Süßigkeiten und Dankschreiben, weil die Leute bei uns schon lange bestellen und auch schon wissen, wer bei uns arbeitet und wer was macht und die sich irgendwie da so ein Stück weit, wenn ich jetzt sage dich identifizieren ist es falsch, aber sind dankbar, dass jemand sich darum kümmert, das es immer wieder neue Artikel gibt und das, was sie lieben, die Band, dass es da immer wieder was Neues gibt.

Zur Firmen-Philosophie gehört auch - Kein Bock auf Nazis - ( finde ich sehr gut ). In wie fern müssen Labels, Hamburg Records oder auch die Künstler Stellung zur Politik oder zu gesellschaftlichen Themen Stellung beziehen? Was ist jetzt die Pflicht von Künstlern?

Im Allgemeinen oder bei uns?

Bei euch.

Wir fordern nicht, dass die Künstler, mit denen wir arbeiten, politisch nach außen die Fahne hochhalten. Das ist keine Forderung von uns. Aber wie schließen die Zusammenarbeit mit Künstlern aus, die das aus unserer Sicht in die falsche Richtung tun.

Ohne Namen, aber gab es schon diese Situation, wo du sagst, oh nein, mit dieser Band geht es nicht.

Ja.

Wir sind in Hamburg, HSV oder St. Pauli?

Also, eigentlich ist es mir egal, aber wenn ich mich entscheiden muss, dann St. Pauli.

Du hast schon gesagt wie es mit der Zusammenarbeit mit Lacrimosa gekommen ist, mit Hamburg Records. Du hast aber auch erwähnt das du Tilo schon länger kennst, es ist wegen diesen Gothic Metal Pionieren oder wie kam es zu diesem Kennenlernen?

Ich habe in den 90ern bei Nuclear Blast gearbeitet. Und er war dort mit Hall of Sermon unter Vertrag. Und so kannten wir uns vom sehen und dann waren wir mal in Hamburg im Studio - 1996 - und er war auch dort im Studio und weil wir beide ja nicht aus Hamburg kamen, hatten wir eine Wohnung. Also, er hatte eine Wohnung, wir hatten eine Wohnung, die waren direkt nebeneinander. Und da war Fußballeuropameisterschaft. Als wir darüber gesprochen haben, also als wir die Zusammenarbeit jetzt begonnen haben, hat er davon erzählt, dass er sich daran erinnert, dass wir mal zusammen, Wohnung an Wohnung gewohnt haben, während wir im Studio waren. Und dass wir da so rumgebrüllt hätten. Wir hätten total, als hätten wir die Wohnung auseinandergenommen und gegen die Wände getrommelt, als wären wir ausgerastet und dann musste ich ihn daran erinnern, dass an dem Tag halt Fußballeuropameisterschaft war und Deutschland kan halt immer weiter und auf den Tag auf den er sich bezieht, muss das Endspiel gewesen sein. - Oliver Bierhoff hat das erste Golden Goal in der Geschichte des Fußballs geschossen und Deutschland damit zum Europa Meister gemacht hat. Ich verstehe natürlich, dass er das nicht wusste. Denn die Schweiz spielt ja weder bei der WM noch bei der EM glaube ich eine große Rolle. 

Ich glaube er (Tilo) ist nicht so besonders mit Sport.

Aber hätte man mitkriegen können das da Endspiel ist, auch wenn sich die Schweiz nicht als 100% bezeichnet, ist es trotzdem im Herzen Europas.

Seit 2023 seid ihr für CD Verkäufe und Merchandise von Lacrimosa zuständig. In welche Länder geht das meiste Merchandise? Z.B. von Lacrimosa bzw. was war das exotischste Land in das ihr geliefert habt?

Kann ich dir beides nicht beantworten. Aber was die exotischen Länder angeht, wir liefern quasi in die ganze Welt und man ist teilweise wirklich überrascht, wie die Leute in Ländern, wo man das Gefühl hat, die haben vermutlich kein Internet und wenn dann nicht nach Europa, wie die auf die Bands kommen, weil die ja eigentlich in deren Kulturen auch nicht stattfinden. Da gibt's ja auch keine Konzertkultur.

Durch meine Kontakte habe ich gesehen das sehr viel nach Russland geht und auch nach China, das ist super interessant.

Ich habe gesehen, dass du schon mit Lord of the Lost Musik gemacht hast. Ist sowas mit Lacrimosa geplant oder vielleicht mit Tilo Wolff? Also, eine musikalische Zusammenarbeit.

Bisher nicht, aber ist vielleicht eine gute Idee.

Ich habe mir auch gedacht, warum seid ihr nicht die Band, die die Konzerte in Deutschland eröffnet? - Jetzt ist es [Soon], auch eine Hamburger Band. Wieder Hamburg.

Wie ist das Verhältnis zwischen Hamburg Records und den Bands, also wer ist der Boss? 

Also, das letzte Wort hat die Band, denn die müssen ja letzten Endes das auch vertreten nach außen. Aber ich würde schon sagen, dass wir da keinen unwesentlichen Einfluss haben und dass die Bands auch genau zuhören, wenn wir über Artikel sprechen, was wir denken, denn wir haben ja auch viel mehr Erfahrung als die einzelnen Bands.

Auf den Live Shows deiner Band spielt ihr auch oft mit Pyrotechnik und viel viel Feuer. Hat das auch etwas mit dem Bandnamen zu tun?

Es ist einfach nur cool.

Wird es mehr Konzerte, als die vier, von Lacrimosa in Deutschland geben? Oder müssen wir Fans mehr Tickets kaufen, dass die Tour vielleicht verlängert wird? ( jetzt wissen wir ja )

Also, soweit ich weiß, sind es die einzigen vier Konzerte. Und heutzutage ist es wirklich so, dass der Vorverkauf entscheidet über den Erfolg. Und wenn die Agentur gemeinsam mit dem Künstler sieht, der Vorverkauf läuft gut, die Nachfrage ist da und dann ist es nachvollziehbar für alle Beteiligten die Tour zu erweitern.

Wir wissen ja das sich die Deutschen Fans oft beschweren, und dann sagen warum gibt es hier in Deutschland so wenige Konzerte und in Mexiko zum Beispiel jetzt 20, in Mexiko-Stadt sind es schon allein drei, und die sind meistens auch ausverkauft. Aber vielleicht ist der Markt in Deutschland auch übersättigt.
Aber ich habe gehört das bei Lord of the Lost in China zum Beispiel nicht so voll war.

Aber, also weißt du, du musst ja in China erstmal 300 Leute mobilisiert kriegen pro Stadt. Ich finde, man darf das nicht immer daran messen, wo kommen die meisten Leute und dann ist das ganz klein. Also es ist schon eine Leistung in China 300 Leute am Abend zu ziehen. So manche Band würde sich die Finger danach schleckten, so viel in Deutschland, den USA oder Mexiko.

Gibt es etwas das du gerne machen würdest mit deiner Band, was du noch nie gemacht hast.. gibt es noch Pläne für die nächsten 34 oder 35 Jahre vielleicht?

Ein Duett mit Tilo.

Das wäre interessant, ich habe gedacht, das mit der Musik wird auch passen, Lacrimosa, also Tilo bezeichnet sich ja selbst als Pioniere des Gothic Metal und auf deiner Homepage steht, die Mitbegründer, also Co-Founder. Ich hätte gedacht, dass ihr schon etwas in der Vergangenheit gemacht hättet, Festivals vielleicht. Musikalisch könnte das schon passen, oder ?

Joa.

Aber evtl. nicht sowas wie Children of the dark, denn was ich gehört habe was das vllt. nicht das Beste

Ja, wobei aber Children of the Dark war glaube ich das erfolgreichste woran die Protagonisten jemals teil hatten.

Das war das Feedback, das ich gehört habe, das es in der Szene Leute gibt die sich darüber lustig machen, aber wenn du sagst es war wohl das Erfolgreichste, dann war es wohl der Neid.

Ja, es gibt natürlich überall Puristen und du wirst immer einen finden, dem es nicht pur genug ist.

Noch etwas das du gerne sagen möchtest?

Also, ich freue mich auf die nächsten drei Dekaden mir Lacrimosa. Ich freue mich auf die nächsten drei Dekaden mit Pyogenesis. Auf die nächsten zweieinhalb Dekaden mit Hamburg Records und ich hoffe das alle drei noch lange lange Zeit miteinander arbeiten werden.

Vielen Dank!!!

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